N’ Vota hots gschmeckt

N’ Vota hots gschmeckt

Zu Beginn des Winters pflückten wir auf unserem Schulweg die noch verbliebenen, aber schon gefrorenen Äpfel von den Bäumen und nagten an ihnen. Wenn wir zu Hause eintrafen, müde und hungrig von unserem weiten Weg, erwartete uVota-imagens meist eine einfache Speise. Obwohl auch Vater von der schweren Arbeit am Hof ausgehungert war, nahm er nur ein paar Löffel davon und wir wussten: Er will, dass wir uns satt essen.

Ganz gleich, wie bescheiden unsere Kost ausfiel oder wie wenig wir am Tisch hatten, immer beendete der Vater das Mahl mit den gleichen Worten:

„Guat woas und gnua woas“

„N’ Vota hots gschmeckt“ gewährt Einblicke in persönliche Geschichten. Geschichten, die Frauen und Männer über ihre Väter und Großväter erzählen. Es sind Erinnerungen an jene Zeiten, als man gerade genug zum Leben hatte und die Leistung eines jeden Einzelnen für das Überleben der Familie wichtig war. Zwei Kriege zerrissen Familien und machten aus dem Leben einen täglichen Kampf ums Überleben.

„N’ Vota hots gschmeckt“ erzählt auch von Bräuchen, Familientraditionen und davon, dass einfach alles Verwendung fand. Je nach Jahreszeit wurde genutzt, was die Natur bot. Akazien- oder Hollerkrapfen stellten eine köstliche Ergänzung des Speiseangebots dar, Kräuter wurden nicht nur aus dem Garten, sondern auch von den Wiesen geholt und der „Tommerl“ war in verschiedensten Ausführungen fester Bestandteil der Mahlzeiten. Wenn dann auch noch ein Bauer in den 1920er Jahren Begeisterung fürs Kochen zeigte, war das schon wirklich etwas Besonderes.

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Aufmachung 
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Preis

Hardcover 160 Seiten
Deutsch ISBN: 978-3-902920-17-1
Karl Oswald
EUR 26,40